Unter den Funden der Pazyryk Ausgrabungen in Sibirien waren die gefundenen Mumien in dem Permafrostboden durch den Dauerfrost in so einem guten Zustand, dass man die Tattoos der Toten analysieren konnte.
Die verschiedenen Abbildungen wurden in dem Buch „Frozen Tombs of Siberia“ von Sergei Rudenko veröffentlicht. Eine der Mumien zeigte neben den bekannten einheimischen Tieren auch die Darstellung eines
Lemuren, speziell eines Katta-Lemuren den es nur auf der Insel Madagaskar gibt.

Es wurde daraufhin vermutet, dass die Kattas über den Kontinent Lemuria (Daher tatsächlich der Name der hypothetischen Landbrücke) gekommen waren, der in früherer Zeit in der Südsee postuliert wird, oder dass die Skythen älteres Wissen über ausgestorbene Tiere besaßen und dieses Verwendeten.

Doch die Lösung ist ganz einfach. Heute leben Kattas nur auf Madagaskar. Doch zeigen fossile Funde von ausgestorbenen Lemuren, dass ihr Verbreitungsgebiet bis nach Südostasien reichte. Die meisten dieser Arten sind vor etwa 1000 Jahren ausgestorben, also als die Altai Gräber gegraben wurden, gab es sie noch recht lange.

Das Lemurentatoo aus Hügel 2. Aus: „Polosmak N.V Tattoos in the Pazyryk world“

 

Literatur

  • Rudenko, S. I., & Thompson, M. W. (1970). Frozen tombs of Siberia: The pazyryk burials of Iron Age Horsemen. London: J.M. Dent & Sons.
  • Polosmak N.V Tattoos in the Pazyryk world . (2000). Archaeology, ethnology & anthropology of Eurasia. Novosibirsk. 2000 (4) 95-102