Die Davenport-Tafeln sind drei Tafeln, bei Davenport gefunden. Sie zeigen eine Sternenkarte, einen Lebensbaum und verschiedene Buchstaben.

Sie fallen also in den Bereich der präkolumbianischen Kontaktartefakte. Jacob Gass besaß zu dieser Zeit bereits mehrere dieser Artefakte, bekannt ist seine Pfeife mit einem Elefanten darauf.

Schon bald danach wurden Vermutungen laut, dass es sich dabei um Fälschungen handelte. Marshall McKusick untersuchte die Artefakte und stellte fest, dass auf den Tafeln Buchstaben verwendet wurden, die es erst ab dem Mittelalter gab (griechische Minuskeln). McKusick stellte außerdem fest, dass die Schiefertafeln vom Dach der örtlichen Akademie stammten.

Bis heute kann nicht geklärt werden, ob Gass die Fälschungen selbst hergestellt oder in Auftrag gegeben hatte oder ob er auf einen Schwindel hereingefallen war, wie verschiedentlich auch vermutet wird.

Literatur

  • Gass, J., Carl L. Susdorf, and Wm. Kiepe (1886) The Davenport Tablets. Science 7 (171)
  • Stephen D. Peet (1886) Are the Davenport Tablets Frauds? The American Antiquarian and Oriental Journal 8 (1): 46-56.
  • FORT, C. (1919). The book of the damned. New York
  • MCKUSICK, M. B., & MCKUSICK, M. B. (1991). The Davenport conspiracy revisited. Ames, Iowa
  • FEDER, K. L. (1999). Frauds, myths, and mysteries: science and pseudoscience in archaeology. Mountain View, Calif.
  • FEDER, K. L. (2010). Encyclopedia of dubious archaeology: from Atlantis to the Walam Olum. Santa Barbara, Calif.