Die Steinrakete von Istanbul

Bei der Steinrakete von Toprakkale handelt es sich um eine Rundplastik, welche einem Astronauten in einer düsengetriebenen Rakete verblüffend ähnlich sieht.

Fundgeschichte 

Im Heft 15 des Heftes Atlantis Rising beschreibt Zecharia Sitchin. Ein Objekt, welches er im archäologischen Museum in Istanbul gefunden hat. Es handelt sich nach Sitchins Aussage um eine aus Tuffstein bestehende Rundplastik. Es wurde es einem Touristen abgenommen, als dieser am Flughafen kontrolliert wurde. Verschiedendlich wird auch behauptet, dass es aus einer nicht näher benannten Ausgrabung aus Toprakkale stammt oder von Kunsthändlern erworben wurde.

Prä Astronautik These

In der Prä Astronautik These zeigt diese Rundplastik einen Astronauten im Druckanzug, welcher eine düsengetriebene Rakete lenkt. Wobei der Kopf der Figur abgebrochen ist.

Bei einer Begutachtung des Objektes durch mehrere Forscher wurde das Material jedoch als Gips klassifiziert und auch von diesen, als eine billige Fälschung deklariert. Man geht von der Nachahmung eines Spielzeuges aus.


Fazit

Merkwürdig ist bei der Darstellung des Astronauten, dass er einen Druckanzug trägt, wie er in alten Sciencefiction Filmen getragen wird. Einem modernen oder gar einem Anzug einer intergalaktischen Rasse scheint dieser Anzug nicht zu stehen, eher einem Juri Gagarin.

 Dieselbe Unklarheit, die über den Ursprung dieses Objektes herrscht, herrscht auch über die Materialbeschaffenheit. In einigen Erzählungen handelt es sich um Gips, dann wieder um das viel schwere Tuff, welches man eigentlich ganz leicht unterscheiden kann. Zum Tuff ist zusagen, dass gerade in der Region verschiedenste Tufffiguren auf den Märkten angeboten werden, weil Tuff recht weich und gut zu bearbeiten ist.

 Zu der Darstellung als solches ist zu sagen, wenn man diese um 90° dreht, erscheint einem das ganze eher wie eine Darstellung eines anatolischen Spitzhutes, welchen die Götter seid der hethitischen Zeit trugen. Besonders bekannt ist hier Nemru Dagi oder Yazılıkaya, bei denen wir ähnliche Darstellungen haben.

Auffällig sind die feinen Linien am Hut, die man insbesondere bei der 12er Gruppe in Yazılıkaya schön erkennen kann, welche normalerweise ein Zeichen für einen Berggott sind.

Eine weitere Ungereimtheit ist der gute Erhaltungszustand. Jedes kleine Detail ist vorhanden, jede eingeritzte Linie ist zu erkennen, nur der angebliche Astronautenkopf ist abgebrochen. Wenn man sich ähnliche Skulpturen aus dem Raum ansieht, haben sie den Zahn der Zeit wesentlich schlechter überstanden.

 Im Endeffekt lässt sich dieses Objekt wieder nicht gründlich untersuchen und scheint auch wieder verschollen zu sein. Ich halte allerdings die Idee, dass es sich dabei um Touristennepp handelt und eher eine Gottheit als eine nachgebaute Rakete für wahrscheinlicher.