Start Allgemein Pyramiden und Labyrinthe auf der Insel Jotuo im Dongting-See

Pyramiden und Labyrinthe auf der Insel Jotuo im Dongting-See

377
0
Symbolbild

Pyramiden und Labyrinthe auf der Insel Jotuo im Dongting-See

Prä-Astronautik-These:

Durch ein Erdbeben in der Provinz Hunan im Oktober 1959 wurden auf der Insel Jutuo im Dongting-See die Überreste von drei Rundpyramiden freigelegt. Im Juli 1961 begab sich der Archäologe Professor Chi Pen-lao zu einer Untersuchung dort hin. Vermessungen ergaben, dass die Bauwerke etwa 300 m hoch gewesen sein müssen. Datierungen ergaben ein Alter von etwa 45.000 Jahren. Bei der näheren Untersuchung fand man auch noch ein Gangsystem unter den Pyramiden, welches wie durch Laser in den harten Granitfelsen geschnitten worden war. An den Wänden fanden sich verschiedene in den Granit gefräste Darstellungen kleiner gedrungener Menschen auf der Jagd und über ihnen schwebende Gefährte, in denen ebenfalls Menschen saßen mit merkwürdigen Waffen, die an Blasrohre erinnerten1KRASSA, P. (1984). … Und kamen auf feurigen Drachen China u.d. Geheimnis d. Gelben Götter. .

Klassische Erklärung:

Die Pyramiden vom Dongting-See sind eines der Phänomene der unreflektierten Paläosetiforschung. Besonders der Autor Peter Krassa, aber auch der Autor Hartwig Hausdorf jagten den Berichten dieser geheimnisvollen Höhle und den Pyramiden hinterher2KRASSA, P. (2001). Chinas schweigende Zeugen. Krassa bezeichnete die Pyramiden vom Dongting-See einmal als sein ganz persönliches Phantom. Das Problem ist nämlich, dass es gar keine Insel mit diesem Namen gibt. Lars Fischinger führte die Geschichte auf einer Fußnote in dem Werk »Das Abenteuer der biblischen Forschung« von Hans E. Stumpf3EINSLE, H. (1986). Das Abenteuer der biblischen Forschung zurück. Wie der Autor Lars Fischinger in seinem neusten Werk herausfand, verwendete dieser jedoch für seine Geschichten nicht immer nur die Wahrheit, sondern war von Stammtischgeschichten und Hörensagen sehr angetan und ließ dieses immer wieder in seine Berichte einfließen4FISCHINGER, L. A. (2010). Verbotene Geschichte die grossen Geheimnisse der Menschheit und was die Wissenschaft uns verschwiegen hat..

Jörg Dendl führte die Geschichte auf einen Artikel in der Zeitschrift »Das Vegetarische Universum« und ähnliche Agenturmeldungen aus 1961 und 1958 (Der Bund 1958, El Nazional, Caracas 11/1959 und Tagesspiegel 4/1958) zurück.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die Namen der untersuchenden Archäologen: Professor Chi Pen-lau und Professor Chi Pu-te usw, nicht bekannt sind, dass es weder einen ähnlichen Fund, noch eine passende Fundbeschreibung gibt, noch dass hier in der Gegend in der fraglichen Zeit ein Erdbeeben stadtfand. Im Endeffekt denke ich, handelt es sich hier um eine Zeitungsente, die nachträglich mit den entsprechenden Bildern aufgehübscht wurde. Siehe hierzu den Artikel Ufos am Dongting-See

Literatur:

  • KRASSA, P. (1984). … Und kamen auf feurigen Drachen China u.d. Geheimnis d. Gelben Götter. Wien, Kremayr und Scheriau.
  • KRASSA, P. (2001). Chinas schweigende Zeugen. Efodon-Synesis, Nr.5/2001.
  • HAUSDORF, H. (1996). Die weisse Pyramide ausserirdische Spuren in Ostasien. München, Droemer Knaur.
  • FISCHINGER, L. A. (2010). Verbotene Geschichte die grossen Geheimnisse der Menschheit und was die Wissenschaft uns verschwiegen hat. München, Ansata.
  • EINSLE, H. pseud. (E.Stumpf) (1966). Das Abenteuer der biblischen Forschung: von der Arche Noah bis zu den Schriftrollen von Qumran. Gütersloh, Prisma.