{"id":287,"date":"2020-02-09T15:59:13","date_gmt":"2020-02-09T14:59:13","guid":{"rendered":"http:\/\/www.palaeoseti.de\/?p=287"},"modified":"2026-06-13T21:47:05","modified_gmt":"2026-06-13T19:47:05","slug":"aegyptische-hieroglyphen-in-australien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.palaeoseti.de\/?p=287","title":{"rendered":"&#8222;\u00c4gyptische Hieroglyphen in Australien entdeckt: Beweis f\u00fcr au\u00dferirdische Besucher?&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>In einer Felsspalte nahe Gosford fanden Forscher r\u00e4tselhafte Symbole, die wie \u00e4gyptische Hieroglyphen aussehen. Sind sie der Schl\u00fcssel zu einem l\u00e4ngst vergessenen Kapitel der Menschheitsgeschichte \u2013 oder gar zu au\u00dferirdischem Wissen? Entdecke die schockierende Wahrheit!<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<h1><\/h1>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-full wp-image-40 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.palaeoseti.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/150_gefaelscht.png\" alt=\"\" width=\"150\" height=\"76\" \/><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>In der N\u00e4he von Gosford, Australien, wurden in einer Felsspalte verschiedene \u00e4gyptische Hieroglyphen gefunden. Nach einer \u00dcbersetzung von Raymond Johnson kam man zu folgender \u00dcbersetzung:<\/p>\n<blockquote><p>\u00bbW\u00e4hrend zwei Jahreszeiten ging er westw\u00e4rts, m\u00fcde, aber stark bis zum Ende.<br \/>\nImmer betend, freudvoll und Insekten schlagend. Er, der Diener des Gottes, sagte, Gott brachte die Insekten, Er umrundete H\u00fcgel und W\u00fcsten, bei Wind und Regen, ohne Seen in der N\u00e4he.<\/p>\n<p>\u00bbDie Schlange biss zweimal, diese Untertanen des g\u00f6ttlichen Herrn Chufu, dem M\u00e4chtigen von Unter\u00e4gypten, Herr der beiden \u00c4xte, nicht alle sollten zur\u00fcckkehren.<br \/>\nWir m\u00fcssen vorw\u00e4rtsgehen und nicht zur\u00fcck schauen. All die B\u00e4che und Flussbette sind trocken.<br \/>\nUnser Schiff ist besch\u00e4digt und mit Seilen verankert. Der Tod wurde durch die Schlange verursacht.<br \/>\nWir gaben Eidotter aus der Medizintruhe und beteten zu Aton, dem Verborgenen, f\u00fcr den er zweimal geschlagen war. Wir umgaben den Seiteneingang der Grabkammer rundum mit Steinen.<br \/>\nWir richteten die Grabkammer nach den westlichen Himmeln aus\u00ab.<\/p>\n<p>Er wurde get\u00f6tet, w\u00e4hrend er die goldene Falken Standarte ins fremde Land trug, Berge \u00fcberquerte und W\u00fcsten und Wasser entlang des Weges.<br \/>\nEr, der zuvor starb, wurde hier hingelegt zur ewigen Ruhe. M\u00f6ge er ewig leben.<br \/>\nEr wird nie wieder bei den Wassern der geheiligten \u00bbMER\u00ab stehen.<br \/>\nEs gab einen Graben um die Pyramide, genannt Wasser der \u00bbMER\u00ab.<\/p>\n<p>Die drei T\u00fcren der Ewigkeit wurden am Ende der k\u00f6niglichen Grabst\u00e4tte verschlossen und versiegelt.<br \/>\nWir legten daneben einen Topf, als Opfergabe, sollte er von der Grabst\u00e4tte erwachen.<br \/>\nGetrennt von der Heimat ist der k\u00f6nigliche K\u00f6rper.<br \/>\nHier wird die au\u00dfergew\u00f6hnliche Geschichte des Todes und das Begr\u00e4bnis von Lord Djes-eb\u2018<br \/>\neiner der S\u00f6hne des Pharaos Ra Djedef eingeritzt.<\/p><\/blockquote>\n<p>Das beschriebene Grab jedoch wurde nie gefunden.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-288 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.palaeoseti.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/anubis-194x300.jpg\" alt=\"\" width=\"194\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.palaeoseti.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/anubis-194x300.jpg 194w, https:\/\/www.palaeoseti.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/anubis-272x420.jpg 272w, https:\/\/www.palaeoseti.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/anubis.jpg 305w\" sizes=\"auto, (max-width: 194px) 100vw, 194px\" \/><\/p>\n<h1>Klassische Erkl\u00e4rung<\/h1>\n<h3>Die klassische Erkl\u00e4rung: ein Hoax<\/h3>\n<p>Mehrere Punkte weisen darauf hin, dass es sich bei den Gosford-Hieroglyphen um eine F\u00e4lschung handelt:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Fehlerhafte Hieroglyphenstruktur<\/strong><br \/>\n\u00c4gyptische Hieroglyphen sind streng geordnet und in durchdringungsfreien Quadraten von 1\u20134 Zeichen angeordnet. Bei den Gosford-Glyphen hingegen sind die Zeichen wild durcheinandergeworfen und widersprechen den Grundprinzipien der \u00e4gyptischen Schriftkunst.<\/li>\n<li><strong>Fehlende Koh\u00e4renz<\/strong><br \/>\nFiguren in \u00e4gyptischen Hieroglyphen geben die Leserichtung des Textes vor, da sie immer in die Richtung blicken, aus der der Text gelesen werden soll. Bei den Gosford-Glyphen blicken die Figuren jedoch in alle m\u00f6glichen Richtungen, was auf eine fehlende Kenntnis der F\u00e4lscher hinweist.<\/li>\n<li><strong>Anachronismen<\/strong><br \/>\nDie Gosford-Glyphen enthalten Zeichen, die aus vollkommen unterschiedlichen \u00e4gyptischen Epochen stammen. Einige Symbole wie die Darstellung von Osiris auf dem Bett (18. Dynastie) und andere wie die &#8222;Gans\/Sonne&#8220; (6. Dynastie) passen zeitlich nicht zusammen. Zus\u00e4tzlich finden sich moderne Symbole wie eine Glocke und ein UFO, die offensichtlich nichts mit alt\u00e4gyptischer Kultur zu tun haben.<\/li>\n<li><strong>Technische Details der Gravuren<\/strong><br \/>\n\u00c4gyptische Hieroglyphen wurden traditionell als positives oder negatives Relief dargestellt, nicht als einfache Umrisszeichnung, wie es bei den Gosford-Glyphen der Fall ist. Zudem durchschneiden einige Glyphen Flechten, die auf den Felsen wachsen, was darauf hindeutet, dass sie relativ neu sind. Andere Glyphen sind wiederum \u00e4lter als die Flechten, was zeigt, dass sie nicht gleichzeitig erstellt wurden.<\/li>\n<li><strong>Verhaftung eines F\u00e4lschers<\/strong><br \/>\nEin rum\u00e4nischst\u00e4mmiger Mann wurde im Nationalpark nahe Gosford verhaftet, nachdem er beim Mei\u00dfeln von Hieroglyphen in Felsen erwischt wurde. Dies deutet auf eine moderne F\u00e4lschung hin, die m\u00f6glicherweise \u00fcber Jahrzehnte fortgesetzt wurde.<\/li>\n<\/ul>\n<h3>Die angebliche \u00dcbersetzung<\/h3>\n<p>Die \u00dcbersetzung des Textes durch Raymond Johnson wird ebenfalls als F\u00e4lschung angesehen. Sie basiert auf einer freien Interpretation der Symbole und nutzt poetische Sprache, die keinerlei wissenschaftliche Grundlage hat. Zudem stimmen viele der verwendeten Symbole nicht mit dem echten \u00e4gyptischen Schriftsystem \u00fcberein.<\/p>\n<h3>Fazit: Eine plumpe F\u00e4lschung<\/h3>\n<p>Die Gosford-Hieroglyphen sind ein Beispiel f\u00fcr eine schlecht ausgef\u00fchrte F\u00e4lschung, die mit pseudowissenschaftlicher Unterst\u00fctzung in der Grenzwissenschaft verbreitet wurde. Die Kombination aus Anachronismen, fehlenden Grundprinzipien \u00e4gyptischer Schrift und modernen Symbolen zeigt, dass die Glyphen keine authentischen alt\u00e4gyptischen Relikte sind. Dennoch dienen sie als faszinierendes Beispiel f\u00fcr die Dynamik zwischen Wissenschaft, Spekulation und \u00f6ffentlicher Faszination.<\/p>\n<h3>Siehe auch:<\/h3>\n<p><a href=\"https:\/\/www.palaeoseti.de\/pyramiden-in-australien\/\">Die Gympie-Pyramide: Ein Mysterium im Herzen Australiens<\/a><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>Literatur und weiterf\u00fchrende Quellen<\/h3>\n<ol>\n<li><strong>Hausdorf, H.<\/strong>: <em>Nicht von dieser Welt: Dinge, die es nicht geben d\u00fcrfte<\/em>. M\u00fcnchen, Herbig, 2008.<\/li>\n<li><strong>Feder, K. L.<\/strong>: <em>Encyclopedia of Dubious Archaeology: From Atlantis to the Walam Olum<\/em>. Santa Barbara, Calif, Greenwood, 2010.<\/li>\n<\/ol>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"size-medium wp-image-289 aligncenter\" src=\"http:\/\/www.palaeoseti.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/australia_15-202x300.jpg\" alt=\"\" width=\"202\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.palaeoseti.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/australia_15-202x300.jpg 202w, https:\/\/www.palaeoseti.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/australia_15-283x420.jpg 283w, https:\/\/www.palaeoseti.de\/wp-content\/uploads\/2020\/02\/australia_15.jpg 323w\" sizes=\"auto, (max-width: 202px) 100vw, 202px\" \/><\/p>\n<p>Zu guter Letzt wurde auch ein Mann rum\u00e4nischer Abstammung verhaftet, der Hieroglyphen in dem Nationalpark in Steine mei\u00dfelte. Eigentlich sind die drei \u00bbKartuschen\u00ab das Einzige, was sich \u00fcbersetzen l\u00e4sst. Die angebliche \u00dcbersetzung durch Raymond Johnson ist eine freie Erfindung.<\/p>\n<h2>Fazit<\/h2>\n<p>Zusammenfassend kann man sagen, dass es sich hier um eine sehr plumpe F\u00e4lschung \u00e4gyptisierender Symbole handelt. Viele Symbole wie die Glocke und das UFO haben \u00fcberhaupt keinen \u00e4gyptischen Hintergrund und zeigen, aus welcher Ecke der Grenzwissenschaft die F\u00e4lscher kamen.<\/p>\n<h2>Literatur<\/h2>\n<ul>\n<li>HAUSDORF, H. (2008). Nicht von dieser Welt: Dinge, die es nicht geben d\u00fcrfte. M\u00fcnchen, Herbig.<\/li>\n<li>FEDER, K. L. (2010). Encyclopedia of dubious archaeology: from Atlantis to the Walam Olum. Santa Barbara, Calif, Greenwood.<\/li>\n<\/ul>\n<h2>Links<\/h2>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.donsmaps.com\/hoax.html\">The Gosford Glyphs<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/woywoynet.blogspot.com\/2010\/04\/gosford-glyphs-2010-update.html\">Gosford Glyphs 2010 Update<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: center;\"><iframe loading=\"lazy\" src=\"https:\/\/www.google.com\/maps\/embed?pb=!1m18!1m12!1m3!1d548.9083703390154!2d151.30300100787298!3d-33.45197573095202!2m3!1f0!2f0!3f0!3m2!1i1024!2i768!4f13.1!3m3!1m2!1s0x6b0d4b70d277fe79%3A0x3e50b72f07b6f826!2sGosford%20Glyphs!5e1!3m2!1sde!2sde!4v1581266180531!5m2!1sde!2sde\" width=\"600\" height=\"450\" frameborder=\"0\" allowfullscreen=\"allowfullscreen\"><\/iframe><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In einer Felsspalte nahe Gosford fanden Forscher r\u00e4tselhafte Symbole, die wie \u00e4gyptische Hieroglyphen aussehen. 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